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Aufnahmeprüfung Musikhochschule: Gehörbildung zu Hause üben

Michord · 4. September 2026 · ~8 Min. Lesezeit
Michord-Ansicht: ein Cmaj7-Akkord im großen Notensystem mit Akkordsymbol und Funktionsanalyse
Kurz gefasst: An der Aufnahmeprüfung scheitern Bewerberinnen und Bewerber selten am Instrument, sondern am Gehör- und Theorieteil — genau dem Teil, der nur in der wöchentlichen Unterrichtsstunde geübt wird. Das einzige echte Hindernis beim Üben zu Hause ist, dass niemand sagt, ob es richtig war. Michord schließt diese Lücke: Es misst die gesungene Note, schreibt das Gespielte ins Notensystem und benennt die Funktion jedes Akkords. Es ersetzt die Lehrkraft nicht — es füllt die sechs Tage zwischen den Stunden.

Wie bereitet man sich zu Hause auf die Aufnahmeprüfung vor? Kurz gesagt: indem man die geprüften Fähigkeiten einzeln, täglich und mit Rückmeldung übt. Das Schwierige an Gehörbildung im Alleingang ist kein Wissensmangel, sondern fehlende Überprüfung — wer nicht weiß, ob die gesungene Note stimmte, festigt durch Wiederholung nur den Fehler.

In diesem Artikel findest du:

Was wird in der Aufnahmeprüfung geprüft?

Bezeichnungen und Gewichtungen unterscheiden sich zwischen Musikhochschulen, Konservatorien und Lehramtsstudiengängen, doch die geprüften Fähigkeiten fallen weitgehend unter dieselben Überschriften:

Die Arbeit am Instrument läuft ohnehin mit einer Lehrkraft, und die meisten stecken den Großteil ihrer Energie dort hinein. Der häufige Grund fürs Scheitern ist jedoch meist nicht das Instrument, sondern der Gehör- und Theorieteil: Wer instrumental stark ist, kann trotzdem unter der Mindestpunktzahl bleiben, weil eine Note nicht nachgesungen oder ein Intervall nicht benannt wurde.

Der Grund ist einfach. Das Instrument übst du jeden Tag; das Gehör übst du nur in der Stunde, mit der Lehrkraft vor dir. Eine Stunde pro Woche reicht nicht, um eine Fähigkeit auf Prüfungsniveau zu bringen.

Das eigentliche Problem beim Üben allein

Wer Gehörbildung zu Hause versucht, stößt an dieselbe Wand: Woher weißt du, dass es richtig war?

Du spielst eine Note und singst sie. Für dich klingt es richtig. Aber hast du wirklich diese Note gesungen oder einen Halbton darunter? Singst du mit dem Klavier, hörst du deine eigene Stimme nicht; schaltest du das Klavier aus, fehlt die Referenz. Diesen Unterschied zu hören ist genau die Fähigkeit, die du dir erst aneignen willst — du kannst dich damit also nicht selbst überprüfen.

Das Ergebnis ist absehbar: Stundenlanges Üben festigt die falschen Töne mit. Am Unterrichtstag entdeckt die Lehrkraft den Fehler und korrigiert ihn; die folgenden sechs Tage wiederholen dieselbe Schleife.

Die Lösung ist nicht mehr Üben, sondern Rückmeldung bei jedem Versuch. Genau das legt Michord darüber: die Bestätigung, die es sonst einmal pro Woche gibt, in jedem Moment des Übens.

Gehörbildung: die gesungene Note messen

Michords Bereich Gehörbildung spielt eine Note, du singst sie nach, und das Mikrofon misst, welche Note du gesungen hast. Richtig färbt die Karte grün, falsch rot — und bei Falsch steht auch, welche Note erwartet war.

Michord Gehörbildungsrunde: Modus Virtueller Lehrer mit 3 Noten, drei Zielkarten nebeneinander; die ersten beiden grün, die dritte rot mit der erwarteten Note
Eine Runde mit drei Noten. Die erste Karte ist ein Volltreffer, die zweite wurde eine Oktave tiefer gesungen und gilt trotzdem als richtig, bei der dritten steht die erwartete Note darunter. Das Ergebnis der Runde erscheint über den Karten; wer alle drei trifft, bekommt eine Glückwunschzeile.

Ein paar Details bringen das Üben näher an die Prüfungssituation:

Nutze Kopfhörer. Gelangt das Klavier über die Lautsprecher ins Mikrofon, leidet die Messung. Auch ein Bluetooth-Mikrofon verschiebt die Tonhöhe, deshalb liefert das eingebaute Mikrofon ein verlässlicheres Ergebnis — die App warnt, wenn sie einen Bluetooth-Eingang erkennt.

Intervalle: der Teil, der am meisten aussiebt

Intervallfragen sind deshalb schwierig, weil ein Intervall durch die Schreibweise und nicht durch die Halbtonzahl bestimmt wird. Von C zur schwarzen Taste darüber ist ein Halbton; dieses Intervall lässt sich als kleine Sekunde (C–Des) oder als übermäßige Prime (C–Cis) schreiben. Im Ohr gleich, auf dem Papier verschieden — und geprüft wird auf dem Papier.

Wenn du zwei Noten spielst, benennt Michord das Intervall mit genau dieser Unterscheidung und zeigt die enharmonische Lesart direkt darunter. Notensystem, Klaviatur und Akkordfeld verwenden immer dieselbe Schreibweise; so beantwortet sich die Frage „wie schreibt man, was ich gerade gehört habe?" bei jedem Versuch von selbst.

Michord-Ansicht: C und Cis gespielt, das Intervall als Kleine Sekunde benannt, darunter Enharmonisch: Übermäßige Prime
Dieselben zwei Tasten, zwei Schreibweisen. Michord schreibt die Hauptlesart groß und die enharmonische Entsprechung direkt darunter — genau die Unterscheidung, nach der die Prüfung fragt.

Wer tiefer einsteigen will: Der Leitfaden zum Bestimmen von Klavierakkorden überträgt dieselbe Logik auf Akkorde.

Notenlesen und Vom-Blatt-Singen

Notenlesen ist die Gewohnheit, einen Klang mit einem Zeichen im Notensystem zu verbinden. Diese Gewohnheit entsteht am schnellsten, wenn man beides gleichzeitig sieht.

Schließt du ein MIDI-Keyboard an oder spielst die Bildschirmklaviatur, erscheinen die Töne live im großen Notensystem — mit richtigem Schlüssel, richtigen Vorzeichen und richtiger enharmonischer Schreibweise. Zu sehen, wie das Gespielte notiert wird, ist die Gegenrichtung zum Singen vom Blatt, und beides verstärkt sich gegenseitig.

Auch ohne Keyboard kannst du anfangen: Bildschirmklaviatur und Computertastatur gehören zum kostenlosen Plan. Mehr dazu im Leitfaden Noten schreiben mit dem MIDI-Keyboard.

Harmonielehre und Musiktheorie

Der Theorieteil misst weit mehr das Verständnis für die Funktion eines Akkords in der Tonart als auswendig gelernte Akkordgriffe. Michord benennt den gespielten Akkord nicht nur, sondern schreibt seine Funktion als Stufe: Ist dieser Akkord Tonika, Dominante oder Subdominante?

Darauf folgen die fortgeschrittenen Themen, nach denen Prüfungen häufig fragen:

Michord Akkordfolgen-Bibliothek: fertige Abfolgen nach Genre
Die Akkordfolgen-Bibliothek. Typische Verbindungen einmal gespielt zu haben, macht dieselben Muster auf dem Papier leichter erkennbar.

Den theoretischen Hintergrund liefern der Artikel zur funktionalen Harmonielehre und der Leitfaden zum Musiktheorie-Lernen.

Akkord-Training

Im Akkord-Training nennt die App einen Akkord und du spielst ihn. Bei richtigem Spiel kommt sofort eine Rückmeldung; du kannst zwischen leichter und schwerer Stufe wechseln und dir einen Hinweis geben lassen, wenn du feststeckst.

Michord Akkord-Training: Zielakkord und Rückmeldung beim richtigen Spielen
Akkord-Training: der Zielakkord oben, die Rückmeldung im selben Moment, in dem du ihn richtig spielst.

Dieselbe Logik wie bei der Gehörbildung: ein Ziel, ein Versuch, sofortige Bestätigung. In den letzten Wochen vor der Prüfung ist das der schnellste Weg, das Tempo beim Akkordbilden zu steigern.

Übung aufnehmen und der Lehrkraft schicken

Die Bildschirmaufnahme mit Ton erweist sich in der Vorbereitung als unerwartet nützlich. Du kannst eine geübte Stelle samt Klang in eine einzige MP4-Datei aufnehmen und der Lehrkraft schicken — ohne auf den Unterrichtstag zu warten.

Umgekehrt gilt dasselbe: Wer eine Erklärung einmal aufnimmt und dem Schüler überlässt, muss sie nicht in jeder Stunde wiederholen. Einzelheiten stehen im Leitfaden zur Verwendung von Michord.

Kosten: wie steht das neben Einzelunterricht?

Der größte Teil der Ausgaben in der Prüfungsvorbereitung entfällt auf Einzelunterricht, und dafür bekommt man etwas Echtes — für Technik, Repertoire und Probevorspiele braucht es eine Lehrkraft. Die Frage lautet hier nicht „Unterricht oder App", sondern: Was kostet es, die Tage dazwischen zu füllen?

Eine Unterrichtsstunde pro WocheMichord
Preispro Stunde, je nach Stadt und Lehrkraft2,99 USD / Monat · 22,99 USD / Jahr
Stunden pro Jahretwa 48 Unterrichtsstundenunbegrenzt
Wann die Rückmeldung kommtin der Unterrichtsstundebei jedem Versuch, sofort
Gehörprüfungdie Lehrkraft hört zudas Mikrofon misst — grün oder rot
Technik und Repertoire✔ die eigentliche Aufgabe✘ nicht abgedeckt
Probevorspiel und Zuspruch

Der Jahresplan entspricht 1,92 USD im Monat — grob gesagt weniger als eine einzelne Unterrichtsstunde für ein ganzes Jahr Nutzung. Wer mit eigenen Zahlen rechnen will, stellt das Honorar einer Unterrichtsstunde neben den Jahrespreis und fragt dann, wie viele Übungsstunden dieses Geld in überprüftes Üben verwandelt.

Das Ziel ist nicht, den Unterricht zu ersetzen, sondern ihn ergiebiger zu machen: Wer nach sechs Tagen überprüften Übens in die Stunde kommt, verbringt diese Stunde mit Fortschritt statt mit Fehlerkorrektur.

Zum Anfangen braucht es auch keine Zahlung: Im kostenlosen Plan enthalten sind das Spielen mit MIDI-Keyboard, Bildschirmklaviatur und Computertastatur, ein echter Flügelklang und die Notennamen der gedrückten Tasten. Gehörbildung, Live-Notation, Akkordsymbole und Funktionsanalyse werden mit einem Abo freigeschaltet.

Beispiel-Wochenplan

30 Minuten am Tag, fünf Tage die Woche — zusätzlich zum Instrumentalüben:

TagSchwerpunktWas zu tun ist
MontagGehör — EinzeltonVirtueller Lehrer, 1 Note. 20 Runden. Ziel: 80 % richtig.
DienstagIntervalleZwei Noten spielen, das Intervall selbst benennen, dann mit dem Bildschirm vergleichen. Auf enharmonische Schreibweisen achten.
MittwochGehör — mehrere TöneVirtueller Lehrer, 3 Noten. Aufeinanderfolgende Töne behalten und nachsingen.
DonnerstagVom Blatt singenEine Melodie vom Blatt lesen und singen; dann dieselbe Melodie spielen und die Notation am Bildschirm prüfen.
FreitagTheorieAkkord-Training plus Funktionsanalyse: die Stufe des gespielten Akkords raten, dann nachsehen.
WochenendeMessenZehn Runden mit drei Noten spielen und das Ergebnis notieren. Woche für Woche vergleichen.

Die letzte Zeile ist die wichtigste. Fortschritt in der Gehörbildung ist langsam und schwer zu bemerken; ein wöchentlich notiertes Ergebnis macht ihn sichtbar — und das ist der realistischste Weg, dranzubleiben.

Was Michord nicht leistet

Ehrlich gesagt einiges:

Die Aufteilung lautet also: Technik und Repertoire gehören der Lehrkraft, die tägliche Gehör- und Theoriewiederholung der App.

Fazit

Bei Aufnahmeprüfungen ist das Instrument meist bereit; was fehlt, ist der Gehör- und Theorieteil, der nur eine Stunde pro Woche bekommt. Dieser Teil lässt sich zu Hause üben — aber nur mit einem Aufbau, in dem jeder Versuch überprüft wird.

Kurz:

Wer nicht weiß, wo anfangen: Der Leitfaden zum Musiktheorie-Lernen zeichnet den Weg, und der Leitfaden zur Verwendung von Michord führt Schritt für Schritt durch die App. Alles Weitere im Michord-Blog.

Übe dein Gehör jeden Tag und sieh sofort, ob du richtig gesungen hast.

Michord herunterladen

FAQ — Häufige Fragen

Ersetzt Michord den Einzelunterricht?

Nein. Technik, Haltung, Repertoirewahl und Probevorspiele sind Sache einer Lehrkraft. Michord füllt die Tage zwischen den Stunden: Es gibt dir bei jedem Versuch die Bestätigung, die deine Lehrkraft einmal pro Woche gibt.

Was brauche ich für die Gehörbildung?

Das Mikrofon deines Computers genügt. Michord spielt eine Note, du singst sie nach, und das Mikrofon misst, welche Note du gesungen hast. Kopfhörer liefern das genaueste Ergebnis, weil das Klavier über Lautsprecher ins Mikrofon gelangen kann. Ein Bluetooth-Mikrofon verfälscht die Tonhöhe, deshalb ist das eingebaute die bessere Wahl.

Meine Stimme ist tief, ich erreiche die Oktave nicht. Gilt das als falsch?

Nein. Du kannst in deiner eigenen Lage singen; eine Oktave tiefer oder höher gilt weiterhin als richtig. Die Karte wird grün und der Oktavunterschied wird darunter vermerkt.

Brauche ich ein MIDI-Keyboard?

Nein. Du kannst die Bildschirmklaviatur mit der Maus oder der Computertastatur spielen; alle drei Eingabewege gehören zum kostenlosen Plan. Ein MIDI-Keyboard beschleunigt die Arbeit, ist zum Anfangen aber nicht nötig.

Was ist im kostenlosen Plan enthalten?

Spielen mit MIDI-Keyboard, Bildschirmklaviatur und Computertastatur, ein echter Flügelklang und die Notennamen der gedrückten Tasten sind kostenlos enthalten. Gehörbildung, Live-Notation im großen System, Akkordsymbole und Funktionsanalyse werden mit einem Abo freigeschaltet.

Was kostet das Abo?

2,99 USD im Monat oder 22,99 USD im Jahr. Der Jahresplan entspricht 1,92 USD pro Monat. Du kannst jederzeit kündigen.

In welcher Version kam die Gehörbildung?

Sie kam mit Michord 1.2.10. Wenn du eine ältere Version nutzt, musst du die App aktualisieren.

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